KI für Gemeinderat und Ratsbüro: Anfragen, Vorlagen und Niederschriften

Von · Aktualisiert · 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ratsmitglieder und Ratsbüro verarbeiten je Sitzungsfolge Hunderte Seiten. KI kann Vorlagen zusammenfassen, frühere Beschlüsse und Zusagen wiederfinden, Antworten auf Anfragen vorbereiten und Niederschriften ausarbeiten. Entscheidend ist, wer den Assistenten nutzt: Der Rat kontrolliert die Verwaltung, also gehören Rat und Ratsbüro in eine eigene, getrennte Umgebung, mit nur öffentlichen und an sie gerichteten Unterlagen.

Wo der Druck liegt

Ratsmitglieder haben nach den Gemeindeordnungen das Recht, Anfragen an die Verwaltungsspitze zu richten, mündlich oder schriftlich. Beantwortet werden sie von der Verwaltung, oft unter Zeitdruck. Zugleich arbeiten sich Ratsmitglieder, meist ehrenamtlich neben dem Beruf, je Sitzungsfolge durch Stapel von Vorlagen, Anlagen und Mitteilungen.

Auf beiden Seiten ist das Suchen und Lesen der Engpass, nicht das politische Urteil.

Was KI kann, je Rolle

RolleAnwendung
RatsbüroZusammenfassungen von Vorlagen und Anlagen, Übersicht über Zusagen und Anträge
RatsmitgliederÖffentliche Ratsinformationen durchsuchen: Was wurde früher beschlossen, was zugesagt?
VerwaltungEntwürfe für die Beantwortung von Anfragen, mit Quellenangabe
NiederschriftEine erste Fassung der Niederschrift aus der Aufnahme der Sitzung

Für Zusammenfassungen und Niederschriften gelten dieselben Regeln wie sonst: Quellenangabe und Prüfung durch einen Menschen. Siehe Vertrauliche Dokumente zusammenfassen und Gespräche mit KI transkribieren.

Der Rat kontrolliert die Verwaltung: auch digital getrennt halten

  • Eigene Rolle, eigene Quellen. Rat und Ratsbüro sehen öffentliche Unterlagen und was an sie gerichtet ist, nicht die Arbeitsakten der Verwaltung.
  • Kein Mitlesen. Was eine Fraktion den Assistenten fragt, ist politische Information. Die Verwaltungsspitze darf sie nicht einsehen können; legen Sie das in Rollen und Einblicksregeln fest.
  • Vertrauliches getrennt. Unterlagen aus nichtöffentlichen Sitzungen gehören nur zu denen, die sie sehen dürfen, mit Protokollierung.
  • Auskunftsrechte. Unterlagen zu Verwaltungsangelegenheiten können unter Auskunftsersuchen fallen. Siehe Auskunftsersuchen mit KI bearbeiten.

Wie werqly das einrichtet

Mit werqly läuft der Assistent auf einem eigenen Node der Kommune. In werqly AI Control erhalten Rat und Ratsbüro eine eigene Rolle mit eigenen Quellen, getrennt von der Verwaltung, und der Einblick in die Nutzung ist für diese Rolle standardmäßig anonym. So kann der Rat KI nutzen, ohne dass die Verwaltung mitliest. Siehe KI für Kommunen und Verwaltung.

Häufige Fragen

Fragen zu diesem Thema

Dürfen Ratsmitglieder KI für Ratsvorlagen nutzen?

Ja, für öffentliche und an sie gerichtete Unterlagen. Unterlagen aus nichtöffentlichen Sitzungen gehören nicht in ein öffentliches KI-Werkzeug. Eine Umgebung der Kommune selbst, mit eigener Rolle für Rat und Ratsbüro, hält die Grenze beherrschbar.

Kann KI Anfragen aus dem Rat beantworten?

KI kann einen Entwurf vorbereiten: einschlägige Unterlagen und frühere Antworten suchen und einen ersten Text mit Quellenangabe verfassen. Die Antwort bleibt Sache der Verwaltungsspitze, die dem Rat für ihre Richtigkeit verantwortlich ist.

Darf die Verwaltung sehen, was der Rat den Assistenten fragt?

Das sollte sie nicht: Der Rat kontrolliert die Verwaltung. Richten Sie eine eigene Rolle für Rat und Ratsbüro ein, stellen Sie den Nutzungseinblick für diese Rolle auf anonym und legen Sie fest, wer in Ausnahmefällen einsehen darf.

Kann KI die Niederschrift einer Ratssitzung erstellen?

Eine erste Fassung ja, aus der Aufnahme, mit Beschlüssen und Zusagen gesondert. Das Ratsbüro prüft und stellt die Niederschrift fest. Verarbeiten Sie die Aufnahme in der eigenen Umgebung, nicht bei einem externen Transkriptionsdienst.

Quellen

  1. Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes
  2. DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679)

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Regeln und Leitlinien ändern sich; prüfen Sie im Zweifel die genannten Quellen oder fragen Sie Ihre Rechtsabteilung oder Ihren Datenschutzbeauftragten.

Über den Autor

Tim Hoogstrate

Gründer von werqly

Tim Hoogstrate ist Softwareentwickler und Gründer von werqly. Er schreibt die Artikel im Wissensbereich: was DSGVO, KI-Verordnung und Branchenregeln verlangen, wenn Sie KI einsetzen, und wie Sie das in einer eigenen Umgebung regeln.

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